Barbarazweige – Was ist das eigentlich?

Der Brauch der Barbarazweige ist in Deutschland weit verbreitet. Am 04. Dezember werden die Zweige geschnitten oder gekauft und in der Wohnung aufgestellt. Doch woher kommt diese Tradition eigentlich? Und wer ist Barbara?

Wer ist eigentlich Barbara?

Barbara von Nikomedien lebte im 3. Jahrhundert in einer Stadt in der heutigen Türkei. Zu dieser Zeit wurden Christen durch den Kaiser verfolgt, Barbara widersetzte sich der Christenverfolgung und traf sich heimlich mit anderen Christen, um ihren Glauben auszuleben. Ihr Vater aber wollte dies verhindern und sperrte Barbara in einen Turm. Als Barbara sich schließlich öffentlich zu ihrem Glauben bekannte und sich taufen ließ, beschloss der Vater seine Tochter töten zu lassen.

Woher kommt der Brauch?

Auf dem Weg zum Gefängnis blieb Barbara mit ihrem Gewand an einem Zweig hängen. Sie stellte diesen Zweig in ein Gefäß mit Wasser und der Zweig blühte genau an dem Tag, an dem Barbara zum Tode verurteilt wurde. Daher ist es noch heute Brauch, am 04. Dezember, dem Gedenktag der heiligen Barbara, einen Zweig in Wasser zu stellen. Dieser Zweig stammt meistens von einem Kirsch- oder Apfelbaum. Der Barbarazweig soll bis Heiligabend blühen, um Licht in die kalte, düstere Winterzeit zu bringen.